Coffee-People | Katrin Richter: Im Reich der fairen Kaffeebohnen in der Dinzler Kaffeerösterei

Coffee-People | Katrin Richter: Im Reich der fairen Kaffeebohnen - der Dinzler Kaffee-Rösterei

Katrin Richter weiß, wie man einen Laden schmeißt. Die 29-Jährige ist Junior-Chefin der Dinzler Kaffeerösterei am Irschenberg – direkt an der vielbefahrenen A8 zwischen München und Salzburg. Auf 5000 Quadratmetern hat das Familienunternehmen ein regelrechtes Kaffee-Mekka geschaffen – mit entspannter Atmosphäre und fair gehandelter Qualität. Das hat sich längst herumgesprochen. Gerade geht die Führung einer Touristengruppe zu Ende.

Ihr seid ja eine Autobahnraststätte! Wir hatten hier eine kleine Highclass-Rösterei am Stadtrand erwartet.

(Lacht) Wir sind viel mehr als das, schauen Sie sich ruhig mal um. Mein Vater hat die Kaffeerösterei Dinzler zu einem einzigartigen Kaffee-Mikrokosmos ausgebaut – mit Erlebniswelt, Rösterei, Café und Restaurant. Der Standort an der Autobahn ist genial, wir haben wahnsinnig viel Zulauf

So viel, dass Sie auch regelmäßig Führungen durchs Haus machen?

Ja, das ist echte Erlebnis-Gastronomie. Wir führen auch Barista-Schulungen durch, veranstalten Events, Tagungen und Konzerte. Es gibt handgemachtes Florentinergebäck, Kaffee-Öl, eigene Marmelade, Stollen, hausgemachte Kuchen. Und wir rösten und verkaufen nicht nur Kaffee, sondern vertreiben auch Kaffee-Maschinen.

Auch den Siemens EQ.8?

Aber ja, wir arbeiten sogar eng mit den Kaffeemaschinen-Entwicklern bei Siemens zusammen. Es gibt einen speziellen Dinzler-Kaffee für den EQ.8. Die Siemens-Kaffee-Mitarbeiter absolvieren ihre Barista-Kurse bei uns. Und zum Beispiel haben wir auch den riesigen Kaffee-Display-Tisch, den Siemens auf der IFA eingesetzt hat, in unsere Erlebniswelt integriert, und bringen damit Besuchern Kaffee-Kultur näher.

Was macht Ihren Kaffee denn so einzigartig, dass Sie es in wenigen Jahren von drei auf ca. 200 Mitarbeiter geschafft haben?

Gäste sollen Freunde werden – das ist das Dinzler-Mantra. Dazu muss man ehrlich sein, es zahlt sich immer aus, dass man tut, was man sagt. Und wir setzen auf höchste Qualität und fairen Handel. Meine Mutter Isolde bereist beispielsweise die Herkunftsländer, unter anderem um sicherzustellen, dass die Gelder an den richtigen Stellen ankommen, etwa bei den Kaffeebauern in Afrika und Südamerika.

Sie sind mit Kaffee aufgewachsen. Hat man da überhaupt noch Lust, selbst Kaffee zu trinken?

Ohne Kaffee geht der Tag schlecht los. Mein Vater hat die Rösterei Dinzler vor 15 Jahren übernommen. Seit 2009 arbeite ich hier mit meiner Familie. Zuvor habe ich eine duale Ausbildung im Bereich Tourismus und Event-Management gemacht. Und schon als Kind war ich immer in Italien im Urlaub – das prägt.

Dann sind wir jetzt aber mal gespannt auf Ihren Lieblingskaffee.

Espresso Roma.

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Kommentare (3)

  1. Tim says:

    Meine Tante, die in der Nähe von München wohnt, hat wir auch schon mal von der Rösterei Dinzler erzählt. Ich glaube, da muss ich bei meinem nächsten Besuch mal einen kleinen Stop einlegen 😉

  2. Denise says:

    Ich finde es immer bewundernswert, wenn Familienunternehmen es schaffen, sich so zu erhalten. Es gibt ja nicht mehr so viele.

    Wenn ich mal in der Nähe bin, komme ich gerne vorbei. Wird sicherlich ein sehr interessantes Erlebnis, mal hinter die Kulissen zu schauen.

  3. Hallo,

    sehr interessanter Artikel, ich schaue gerne mal vorbei, wenn ich in der Nähe bin.

    Fairtrade ist ja auch immmer gut.

    VG
    Norbert

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